Wie sieht der Versicherungsschutz bei einer Lebensgemeinschaft aus?

Bei einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft handelt es sich um eine feste und dauerhafte Partnerschaft, die zwar nicht durch eine offizielle Hochzeit bekräftigt wurde, aber unter dem sozialen Aspekt keine Unterschiede zu einer Ehe erkennen lässt. Rechtlich gesehen wurde die eheähnliche Lebensgemeinschaft der ehelichen in einigen Belangen gleichgestellt, Lebensabschnittsgefährten können davon profitieren und eine gemeinsame Haftpflichtversicherung eingehen und finanzielle Vorteile geltend machen. Paare ohne Trauschein können bei vielen Gesellschaften –dies gilt nicht zwangsläufig für alle Versicherungsgeber- ebenfalls in einer Police versichert sein. Das Zusammenleben muss der Gesellschaft (vor dem Eintritt eines Schadenfalles) mitgeteilt und auch nachgewiesen werden. Wird dem Versicherungsunternehmen mitgeteilt, dass der Versicherungsnehmer in eine Lebensgemeinschaft lebt, ist der jeweilige Partner in der Haftpflichtversicherung -zu sofort- beitragsfrei eingeschlossen.

Es gilt also grundsätzlich: Der Lebenspartner ist selbstverständlich in der Haftpflichtversicherung mitversichert und profitiert von den gleichen Versicherungsvorteilen. Er muss allerdings mit Namen, Vornamen und Geburtsdatum in die Haftpflichtversicherung eintragen werden. Der Versicherungsschutz für den Lebenspartner beginnt mit einem vereinbarten Zeitpunkt. Bei Lebenspartnern/innen (auch bei gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften) sind Regressansprüche der Sozialversicherungsträger, öffentlichen und privaten Arbeitgebern wegen Personenschäden evtl. gegen Beitragszuschlag mitversichert. Dieser Einschluss ist sehr elementar, da er eine sehr große Deckungslücke schließt.

Den Partner mit zu versichern kostet ein wenig mehr, dennoch ist diese Variante um ein Vielfaches günstiger, als zwei Verträge zu halten. Die Privathaftpflicht, die bereits länger besteht, hat die älteren Rechte. Das heißt, dass der neue Vertrag aufgrund der Doppelversicherung vom Versicherungsunternehmen zu sofort aufgehoben werden muss (ohne eine Kündigungsfrist). Der zu viel gezahlte Beitrag der Privathaftpflicht wird dem Versicherungsnehmer anteilig zurück erstattet.